Aktivitäten des Hilfsvereins

Wir als Hilfsverein sind sehr dankbar für alle Möglichkeiten der Hilfe, die Gott uns bisher geschenkt hat, für alle Gebete und die Bewahrung auf allen Reisen trotz einzelner Zwischenfälle.
Wir sind uns bewusst, dass unsere Hilfe nur der berühmte "Tropfen auf den heißen Stein" sein kann. Aber wir dürfen Zeichen der Liebe Gottes, Zeichen der Nächstenliebe setzen für diese Menschen, die immer wieder feststellen, dass es im fernen Deutschland Menschen gibt, die an sie denken und helfen, obwohl sie sie meist überhaupt nicht kennen.
Es ist immer aufs Neue sehr beeindruckend, die tiefe Dankbarkeit der Menschen zu erleben.
Und sie brauchen auch weiterhin unsere Hilfe, unsere Unterstützung und unsere Gebete.

Konkrete Informationen über unsere Projekte erhalten Sie zeitlich geordnet hier.

Hilfstransporte

Hilfstransporte führen wir mehrmals im Jahr mit wechselndem Umfang durch. Dabei transportieren wir sehr verschiedene Dinge. Details können Sie in unseren Jahresberichten nachlesen.
Schwierigkeiten machen hier mitunter die Grenzformalitäten an der ukrain. Grenze, aber auch stetig steigende Treibstoffpreise in Deutschland, den Durchreiseländern Österreich und Ungarn sowie in der Ukraine gehen an uns nicht spurlos vorbei.

Zwischenstopp eines Hilfstransportes in Ungarn (vlnr. C.Ehrler, U.Jahn, P.Szeghljánik
Vor der Abfahrt in Lengenfeld/V. (vlnr. P.Szeghljánik, H.Schramm)
Spendenübergabe an den Chefarzt des Krankenhauses in Vári

Weihnachtspäckchenaktionen

Zu einem bedeutenden Schwerpunkt unserer Arbeit hat sich die jährliche Weihnachtspäckchenaktion für Kinder in den Unterkarpaten entwickelt. Rund 3500 Kinder in mehreren Dörfern sowie einem staatlichen Heim für Waisen, schwer erziehbare und von ihren Eltern verlassene Kinder und Jugendliche erhalten eine kleine Weihnachtsüberraschung, für die allermeisten von ihnen das einzige Weihnachtsgeschenk überhaupt.
Diese Päckchen enthalten hauptsächlich Schokolade und andere Süßigkeiten, Orangen oder Mandarinen, Stifte und Schulmaterial, Zahnbürste und Creme oder Duschbad/Shampoo, Socken, Handschuhe oder Schal.
Schirmherr der Aktion "Weihnachtsfreude", bei der Spenden in Deutschland gesammelt und die Geschenke von unseren Partnern vor Ort in der Ukraine gekauft werden, war über mehrere Jahre der damalige Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Prof. Kurt Biedenkopf.
Aktuell wird die Weihnachtspäckchenaktion unterstützt durch den Dresdner Opernsänger und Entertainer Gunther Emmerlich sowie Björn Kircheisen aus Johanngeorgenstadt im Erzgebirge, u. a. mehrfacher Junioren-Weltmeister und Medaillengewinner in der Nordischen Kombination bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.

Sehen Sie sich dazu die Berichte der Weihnachtspäckchenaktionen bzw. die Jahresberichte an.

Hilfe im medizinisch-sozialen Bereich

In der Vergangenheit unterstützten wir z.B. das kleine, 50 Betten zählende Krankenhaus in Vári. Geldmangel führt zum weiteren schrittweisen Abbau der Bettenzahl und ist im Übrigen die Ursache für den traurigen Zustand der Einrichtung. Die Zimmer sind sauber, konnten aber seit Jahren nicht renoviert werden. Im Winter ist das Heizen der Räume nur einmal pro Tag möglich.
Das einzige EKG-Gerät gehört dem Chefarzt persönlich, der auch bei Bedarf die Autobatterie aus seinem Privatfahrzeug in den Dienst-Moskwitsch "ausleiht".
Das Essen für die Patienten wird auf einer elektrischen Kochplatte gekocht, die auch einer Mitarbeiterin der Küche gehört und ebenfalls etwas defekt ist.
Medikamente hat der Chefarzt im Prinzip nicht zur Verfügung. Ist der Patient oder seine Familie in der Lage, das Benötigte zu bezahlen, wird es in einer Apotheke besorgt und der Arzt kann es verabreichen.
Wir halfen u.a. mit einer Autobatterie, einer Elektrokochplatte, Bettwäsche, Arzt- und Schwesternkittel, Handtücher, Verbandsmaterial und Medikamente, Nachtstühle und Gehhilfen.
In ähnlicher Weise unterstützten wir auch die diakonische Hauskrankenpflege in Mátyfalva.

Bild1:Krankenwagen des Krankenhauses in Vári
Bild2:Küche des Krankenhauses in Vári
Bild3:Krankenzimmer in Vári

Finanzielle Unterstützung gibt der Verein auch für Notfälle. Siehe Aktionen auf unserer Übersichtsseite.

Auch für nicht mehr benötigte Brillen sind unsere Partner immer wieder sehr dankbar.

Hochwasserhilfe

Bei der verheerenden Katastrophe im November 1998 wurden 120 Ortschaften überschwemmt.
Allein in dem mit am schwersten betroffenen Dorf Vári waren damals weit über 300 Häuser zerstört worden und rund 1000 Menschen verloren ihr Zuhause.
In 2 Hilfstransporten brachten wir dringend benötigte Dinge ins Katastrophengebiet.

Ausführliche Informationen und Fotos zur Hochwasserkatastrophe vom März 2001 sehen sie hier. Zusätzlich können Sie im Jahresbericht 2001 nachschauen.

Bild1:Während des Hochwassers im Dorf Feketeardó
Bild2:Zerstörungen in Feketeardó

Kinder- und Jugendarbeit

Der Hilfsverein unterstützt und fördert die Kontakte zwischen der Jugendarbeit in der Reformierten Kirche im Gebiet Unterkarpaten (seit 2002 Aufbau des Jugendverbandes KRISZ) und dem Sächsischen Jugendverband "Entschieden für Christus" (EC), zwischen denen eine Partnerschaft besteht, die nach und nach vertieft und ausgebaut wird.
Schwerpunkte sind u.a. in jedem Jahr so genannte "Jugendlager", campähnliche Freizeiten unter einfachen Bedingungen, an denen pro Sommer 2000 bis 2500 Jugendliche teilnehmen.
Außerdem beteiligte sich der Hilfsverein an der Finanzierung von Kinderbibelwochen in Mátyfalva und stellte Bastelmaterial für die Kinderarbeit zur Verfügung.
Siehe auch EC-Fotos und Jahresberichte.


Bild1:Gespendete Tischtennisplatte
Bild2:Jugendcamp mit Jugendlichen aus Deutschland und den Unterkarpaten - Juni 2000

Ausbildungsunterstützung

Wir unterstützten Studenten bei der Finanzierung ihrer Ausbildung im Rahmen von Patenschaften. Lesen Sie dazu im Jahresbericht 2000 und 2003452kb.

Alkoholikerarbeit

vlnr. Der Leiter der Alkoholikerarbeit Pfarrer Pocsai mit seiner Frau, H.Schramm, P.Szeghljánik
Wir vermittelten und unterstützten Kontakte zwischen der kirchlichen Alkoholikerarbeit in der Reformierten Kirche und einer entsprechenden Blaukreuzeinrichtung in Mecklenburg.

Wirtschaftskontakte/Existenzförderung

Das ist ein sehr schwieriges Feld, auf dem wir immer wieder auch mit vielen Hindernissen und Misserfolgen konfrontiert werden. Grundsätzlich vermitteln wir gern Kontakte, wenn kleine oder mittelständige Unternehmen dort investieren oder in Lohnarbeit produzieren lassen möchten. Durch das niedrige Lohniveau sicher eine Chance für die Zukunft. Mehrere, auch durchaus bekannte Unternehmen, sind bereits in den Unterkarpaten präsent, wie z.B. Ikea, HIPP-Babynahrung, United Colors Of Benetton, lego Hof und andere Betriebe der Textilindustrie, sowie Unternehmen aus den Bereichen Skiproduktion, Automobilzulieferindustrie oder Schuhherstellung.
Der Aufbau einer kleinen Käserei, den wir nach Kräften unterstützt haben, konnte letztlich aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden.
Auch der Anbau von Heilpflanzen, konkret die Aussaat von Kamille, führte nicht zum gewünschten Erfolg.
Aktuell kauften wir eine transportable Ölmühle, die in 2003 ihre Arbeit aufnahm.

Lesen Sie dazu im Jahresbericht 2003452kb und Halbjahresbericht 2004.