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Hochwasserkatastrophe in den Unterkarpaten - März 2001

Flucht im Lkw

Letzte Meldungen (Stand vom 22.05.01):

Letzte Meldungen (Stand vom 05.05.01):

Letzte Meldungen (Stand vom 30.04.01):

Letzte Meldungen (Stand vom 28.03.01):

Letzte Meldungen (Stand vom 08.03.01):

  • Brief von Sándor Molnár (Sozial - missionarische Arbeit / Ev.-ref. Kirche der West-Ukraine)
  • lt.Videotext : 11.000 Menschen evakuiert, 4 Tote
  • lt. Telefonischem Augenzeugenbericht von Ibolya Molnár
    • im Dorf Feketeardó mindestens 180 Häuser zerstört
    • offizieller Hilferuf der ukrainischen Regierung an die EU , USA , Kanada
    • Grenzen sind zur Zeit wegen der Überschwemmung noch unpassierbar und deshalb noch geschlossen
  • nach ersten noch unbestätigten Meldungen der ukrainischen Regierung ist es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht bzw. nur in sehr beschränktem Maße möglich, den geschädigten Menschen, wie bei der Flut 1998, staatliche Hilfe und finanzielle Unterstützung bei der Beseitigung der jetzigen Hochwasserschäden und beim Aufbau und Reparatur ihrer zerstörten Häuser zukommen zu lassen

Letzte Meldungen (Stand vom 07.03.01):


Haus im Wasser in Vari
Das Gebiet Unterkarpaten im Südwesten der Ukraine kommt nicht zur Ruhe. Nach dem verheerenden "Jahrhundert"-Hochwasser vom November 1998 -- damals wurden 120 Ortschaften überschwemmt und allein im mit am schwersten betroffenen 3600-Seelen Dorf Vári über 300 Häuser zerstört und fast 2000 Menschen obdachlos -- und der Einleitung von schwermetallvergifteten Abwässern aus nordrumänischen Bergwerken in den ukrainischen Oberlauf des Flusses Theiss im Frühjahr vorigen Jahres, ist die Region erneut von einer furchtbaren Katastrophe betroffen.

Ausgelöst durch starke Regenfälle und die damit verbundene schnelle und starke Schneeschmelze in den Karpaten traten die Theiss und ihre Nebenflüsse über die Ufer . Wurde am letzten Sonnabend (03.03.01) noch ein Wasserstand der Theiss von 34 cm im Grenzort Vylok gemessen, stieg er innerhalb 48 Stunden auf über 7 m an; Tendenz steigend.
Flucht in Booten

Die nach der letzten Flut von 1998 meist erhöhten Dämme sind an mehreren Stellen gebrochen. Die Lage ist bereits jetzt katastrophaler als 1998. Zur Zeit stehen 192 Ortschaften mit ca. 8000 Gebäuden unter Wasser. Mehr als 7000 Menschen wurden bisher evakuiert, teilweise durch ungarische Hubschrauber gerettet.

Aber auch erste Tote sind zu beklagen. Eine Augenzeugin aus dem Dorf Feketeardó berichtet am Telefon:

"Das Wasser steht ca. 1,50m - das ist doppelt so hoch wie beim Hochwasser 1998 . Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich Menschen auf Hausdächern und einstürzende Gebäude."

Viele der Betroffenen hatten ihre Häuser nach dem letzten Hochwasser mit Krediten vom ukrainischen Staat gerade erst mühevoll aufgebaut - ohne eine reele Chance auf Rückzahlung. In der Region , die zu den ärmsten Gebieten Europas gehört , haben 90% der Menschen keine Arbeit. Der Bau der Gebäude mit Lehmziegeln begünstigt das Einstürzen unter der Last der Wassermassen. Neben Wohnhäusern gehören dazu auch unzählige Ställe und Schuppen. Ein Grossteil des Viehbestandes und die verbliebenen Vorräte an Kartoffeln , Getreide usw. sind vernichtet.

Ein Mann vor seinem 'ertrunkenen' Haus.
Informationen sind teilweise schwierig zu bekommen, da unsere Partner und Verantwortlichen vor Ort nahezu pausenlos im Einsatz sind.

Spenden zur Unterstützung der betroffenen Menschen in den Unterkarpaten sind möglich auf unser Konto:

Hilfsverein Unterkarpaten e.V."
Konto NR: 381 20 10 908
BLZ: 870 580 00 Sparkasse Vogtland
Kennwort: Hochwasser

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